Weiß: Sinus (vertikale Projektion) – Türkis: Kosinus (horizontale Projektion) – Fourier-Canvas: Vektor + Sinus-/Kosinus-Anteile
π mit 50 Nachkommastellen
π = 3.14159265358979323846264338327950288419716939937510
1. Kreisbewegung und die Rolle von π
Ein Punkt bewegt sich auf einem Kreis mit Radius
r.
Ein kompletter Umlauf entspricht einem Winkel von
2π Radiant.
Die Position des Punktes im Kreis wird beschrieben durch:
x(t) = r · cos(2π f t + φ)
y(t) = r · sin(2π f t + φ)
–
r: Radius des Kreises (Slider „Radius r“)
–
f: Frequenz in Hertz (Schwingungen/Umdrehungen pro Sekunde)
–
t: vergangene Zeit in Sekunden
–
φ: Phasenverschiebung (Startwinkel)
–
2π: Winkel eines vollständigen Kreises
π ist hier der Faktor, der Zeit und Frequenz in einen Winkel umrechnet.
2. Sinus- und Kosinuswelle als Projektionen
Die Kreisbewegung kann auf zwei Achsen projiziert werden:
– vertikale Projektion →
Sinuswelle
– horizontale Projektion →
Kosinuswelle
In der Wellenform:
ysin(t) = A · sin(2π f t + φ)
ycos(t) = A · cos(2π f t + φ)
–
A: Amplitude (Höhe der Welle, Slider „Amplitude A“)
–
f: Frequenz (wie schnell die Welle schwingt)
–
φ: Phase (verschiebt die Welle nach links/rechts)
–
2π: sorgt dafür, dass eine Periode genau einer Umdrehung entspricht.
3. Bedeutung von f, t, A, r und φ
f (Frequenz):
– Anzahl der Schwingungen pro Sekunde (Hz).
– Größeres f → schnellere Schwingung und schnellere Kreisbewegung.
t (Zeit):
– wie lange die Bewegung schon läuft.
– In der Animation wächst t kontinuierlich, dadurch bewegt sich der Punkt und die Wellen laufen.
A (Amplitude):
– maximale Auslenkung der Welle nach oben/unten.
– Steuert die „Höhe“ der Sinus- und Kosinuskurve.
r (Radius):
– Größe des Kreises.
– Je größer r, desto größer die Kreisbahn.
φ (Phase):
– verschiebt den Startwinkel der Kreisbewegung.
– verschiebt Sinus- und Kosinuswelle als Ganzes nach links/rechts.
– φ = 0 → Start an einer Referenzposition; φ ≠ 0 → Start an anderer Stelle auf dem Kreis.
4. Fourier-Sicht: Sinus- und Kosinusanteile
Die Fourier-Analyse sagt:
Jede periodische Bewegung lässt sich als Summe aus Sinus- und Kosinusanteilen schreiben.
Für eine reine Kreisbewegung mit Amplitude A und Phase φ gilt:
Acos = A · cos(φ)
Asin = A · sin(φ)
–
Acos ist der Kosinus-Anteil (horizontale Komponente)
–
Asin ist der Sinus-Anteil (vertikale Komponente)
– zusammen bilden sie den
Gesamtvektor mit Länge A.
Im Fourier-Canvas siehst du:
– den Kreis mit Radius A (Gesamtamplitude)
– einen blauen Vektor für den Kosinus-Anteil (x-Richtung)
– einen weißen Vektor für den Sinus-Anteil (y-Richtung)
– einen grünen Vektor als Summe (Fourier-Vektor)
– der Winkel dieses Vektors entspricht der Phase φ.
5. Warum π überall drin steckt
π verbindet:
– Kreisumfang (2πr)
– Winkelmaß (2π Radiant = 1 Umdrehung)
– Periodizität von Sinus und Kosinus (eine Periode = 2π)
– Zeit und Frequenz über den Ausdruck
2π f t
Sobald etwas periodisch ist – Kreisbewegung, Welle, Schwingung – taucht π als natürlicher Taktgeber auf.